Zweifellos wird das Thema Digitalisierung sowohl im Sozial- und Gesundheitswesen als auch in vielen anderen Arbeits- und Lebensbereichen bereits seit einigen Jahren, teilweise auch kontrovers, diskutiert. Sowohl Experten, als auch Patientinnen und Patienten sind davon überzeugt, dass die Digitalisierung die Gesundheitsversorgung in den nächsten Jahren bereichern kann. Die Zukunft ist digital, das hat uns nicht zuletzt auch die Corona-Pandemie unfreiwillig vor Augen geführt.

Die Gründe für das langsame Voranschreiten der Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern sind vielfältig. Als die größten Hemmnisse neben unzureichenden Finanzierungsmöglichkeiten gelten die mangelnde Kompatibilität bzw. Interoperabilität der IT, die fehlende Standardisierung von Prozessen und der Datenschutz. Noch immer gibt es im Gesundheitswesen viele Prozesse, die vollkommen analog ablaufen, obwohl die Digitalisierung langfristig eine bessere medizinische Betreuung und Behandlung ermöglichen kann. Ein Großteil der deutschen Krankenhäuser tut sich bislang schwer, die notwendigen finanziellen Mittel für die Digitalisierung ihrer Prozesse aufzubringen. Seit dem 29. Oktober 2020 gibt es eine Antwort darauf: Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG).

Wie sieht das Investitionsprogramm für das digitale Gesundheitswesen aus?

Bei dem KHZG handelt es sich um ein neues Investitionsprogramm des Bundesgesundheitsministeriums, welches den Krankenhäusern in Deutschland eine kostengünstige digitale Transformation ermöglicht. Mit dem Gesetz wird das durch die Koalition am 03. Juni 2020 beschlossene „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ umgesetzt.

Konkret sollen laut dem Gesetz unter §19 des KHZG sowohl eine bessere interne und sektorenübergreifende Versorgung, Ablauforganisation, Dokumentation, Kommunikation, Telemedizin, Robotik und Hightechmedizin als auch der Ausbau moderner Notfallkapazitäten gefördert werden. Ab dem 01. Januar 2021 stellen Bund und Länder, über die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, dem Krankenhauszukunftsfonds rund 4,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn sagte dazu: „Wir investieren in die digitale Zukunft, weil wir gerade in der Pandemie erfahren haben, wie wichtig gut ausgerüstete und funktionierende Krankenhäuser sind. Und wir spannen unseren Schutzschirm für die Kliniken weiter aus, weil wir wissen, dass einige Krankenhäuser immer noch unter den finanziellen Folgen der Pandemie leiden.“

Welche Voraussetzungen gibt es für den Erhalt der Fördergelder?

Eine wesentliche Voraussetzung für den Erhalt der Fördergelder im Rahmen des KHZG ist eine messbar digitalere Arbeitsweise, welche jeweils zum 30. Juni 2021 und zum 30. Juni 2023 auf Basis einer strukturierten Selbsteinschätzung evaluiert werden muss.

Wie können Fördergelder beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) beantragt werden?

Krankenhausträger können ihren Förderbedarf beim jeweiligen Bundesland unter Nutzung der vom Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) bereitgestellten Formulare anmelden. Im Anschluss an die Bedarfsanmeldung des Krankenhauses hat das jeweilige Bundesland drei Monate Zeit zu entscheiden, ob und für welche Vorhaben eine Förderung beim BAS beantragt werden soll. Dabei ist es wichtig, dass die Anträge der Bundesländer für die Fördersumme des Krankenhauszukunftsfonds bis spätestens 31. Dezember 2021 beim BAS vorgelegt werden. Deshalb sollten alle Krankenhausträger sicherstellen, die Förderanträge bis spätestens September 2021 einreichen.

Der digitale Klinikkompass der birkle IT: Ein gewinnbringender Ansatz des digitalen Wandels im Gesundheitswese

Im Bereich der digitalisierten Messung der Patientenzufriedenheit stellt der „Digitale Klinikkompass“ der birkle IT ein positives Beispiel für einen unkomplizierten, innovationsstarken sowie gewinnbringenden Ansatz des digitalen Wandels im Gesundheitswesen dar. Er bietet ein Real-Time-Patienten-Feedback zur Qualitätssicherung. Durch die automatische Auswertung der Daten sind alle Informationen in Echtzeit und ohne Umwege für die Verwaltung und das Management des Krankenhauses verfügbar.

Dabei gibt es mehrere Optionen zur Gestaltung und Durchführung der Befragung, die an die Bedürfnisse der Patienten individuell angepasst werden.

  • Die erste Option sind gebrauchsfertige Tablets mit individuell anpassbarer Befragungssoftware. Die barrierefreie und mehrsprachige Benutzeroberfläche ermöglicht flächendeckende Feedbackmöglichkeiten. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Patienten die Fragen eigenständig und problemlos beantworten können.

  • Als zweite Option können auf der Station anonyme QR-Codes generiert werden. Die Patienten können diese nutzen, um den “Digitalen Klinikkompass” mit dem eigenen Gerät zu beantworten. Die Beantwortung ist stets anonym und die Daten werden DSGVO-konform behandelt.

Ein vermehrter Einbezug von aktuellen Patientenbefragungen für Management-Entscheidungen eröffnet große Chancen für vorher ungenutztes Optimierungspotenzial. Flächendeckende Feedback-Möglichkeiten durch Patienten können letztlich nicht nur die Leistungsfähigkeit von Krankenhäusern verbessern, sondern auch das Vertrauen in Gesundheitseinrichtungen stärken.

klinikkompass

Der „Digitale Klinikkompass“ der birkle IT verbindet Technologie und Geschäftsprozesse in einzigartiger Art und Weise. Er wurde gemeinsam mit dem Klinikträger ATOS-Gruppe entwickelt und hat dort zu einer Digitalisierung der Patientenfragebögen und einem effizienten Management Dashboard geführt.
Gemeinsam mit einer in Europa größten Universitätskliniken wurden darüber hinaus bereits Digitalisierungsprojekte erfolgreich implementiert. Weitere neue und innovative Digitalkonzepte sollen folgen.

Über birkle IT

Die birkle IT ist ein führendes Softwareentwicklungsunternehmen mit Büros in München, Berlin und Tallinn. Agile Entwicklung liegt in unserer DNA und ist Teil unseres gesamten Softwareentwicklungs-Lebenszyklus. Mit unserer Expertise in den Bereichen maschinelles Lernen und Data Science, Beratung, Unternehmenssoftware und DevOps liefern wir eine breite Palette von maßgeschneiderten Lösungen, die an die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind.

Um höchste Qualität zu gewährleisten, konzentrieren wir uns auf die kontinuierliche Integration, Lieferung und Bereitstellung (CI-CD) mit einem klaren Schwerpunkt auf Unit-, Integrations- und End-to-End-Tests als Ganzes. Wir beziehen unsere Kunden von Anfang an in die Entwicklung und den Fortschritt des Projekts mit ein. Laufende Feedback-Runden von Beginn bis Abschluss des Projekts helfen uns, das gewünschte Ergebnis für alle Beteiligten sicherzustellen.

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