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Mit Pflug und Ochse aufs Feld: Was vor einigen Jahrzehnten noch Alltag war, ist heute selbst in abgelegenen Regionen in der Regel durch moderne Landmaschinen ersetzt worden. Doch aktuell bahnt sich ein spektakulärer Wandel an: Denn automatisierte Systeme, Roboter und Drohnen übernehmen immer mehr Aufgaben und können bereits für viele Tätigkeiten in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Häufig wird dabei unterschätzt, wie weit die digitale Revolution auf dem Acker bereits fortgeschritten ist. So geht beispielsweise der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) davon aus, dass der Digitalanteil an der Wertschöpfung bei Landmaschinen bereits deutlich höher liegt, als etwa in der Automobilindustrie.

Große, automatisierte Landmaschinen sind erst der Anfang

GPS-gesteuerte Traktoren, die selbst große Felder beispielsweise bei der Aussaat oder Ernte zentimetergenau und kartenbasiert selbständig abfahren, sind dabei erst ein Anfang. Ihr Einsatz hängt zudem stark von der jeweiligen Region ab. Sie eignen sich primär für große, zusammenhängende und gleichmäßig strukturierte Felder und Ackerflächen. Speziell im Süden Deutschlands zeigt sich beim Blick auf die Flurkarten aber meist ein anderes Bild: Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind oft relativ stark in viele kleinere Felder zersplittert. Das macht die Vorteile der automatisierten Landwirtschaft mit großen Maschinen häufig zunichte und ihr Einsatz ist schon aus Kostengründen unrentabel. Ganz zu schweigen zudem von generell schwierig zu bewirtschaftenden Flächen, etwa in bergigen Gebieten, auf denen große Landmaschinen schnell an ihre Grenzen stoßen.

Kleine Allround-Roboter für die Landwirtschaft

Gefragt sind in vielen Bereichen der Landwirtschaft deshalb also kleinere, flexiblere und besonders innovative Lösungen. Dabei spielen Roboter eine immer größere Rolle. Kleine, autonom auf dem Feld arbeitende Roboter sind technisch mittlerweile in der Lage, selbst relativ komplexe Aufgaben zu übernehmen – etwa die Aussaat an der jeweils passenden Stelle, selbst in schwer zugänglichem Terrain. Sensoren können dabei dafür sorgen, dass die Roboter mit größter Vorsicht arbeiten und während aller Stadien des Jahreszyklus eingesetzt werden. Pflanzen, die sich bereits im Wachstum befinden, werden dadurch optimal geschont, was zur Maximierung von Ernte und Ertrag beitragen kann. Auch bei der Bekämpfung von Unkraut und Schädlingen können solche Systeme künftig zum Einsatz kommen.

Noch bestehen Herausforderungen

Bei aller Begeisterung darf nicht verschwiegen werden, dass der Einsatz von Robotern in der Landwirtschaft durchaus noch mit Herausforderungen verbunden ist. Diese hängen zum Teil unmittelbar mit der Miniaturisierung zusammen: Je kleiner – und damit flexibler – der Roboter, umso weniger Kapazität steht beispielsweise auch für den Transport von benötigten Arbeitsmitteln wie etwa Saatgut, Dünger oder Pestiziden zur Verfügung. Auch die Energieversorgung verlangt nachhaltige Lösungen, denn die in aller Regel elektrisch betriebenen Maschinen benötigen bei den heute üblichen Batteriekapazitäten autonom nutzbare Lademöglichkeiten vor Ort.

Wir begleiten Sie durch die digitale Revolution der Landwirtschaft

Die Zukunft der Landwirtschaft verspricht auf jeden Fall, extrem spannend zu werden. Als derzeit wahrscheinlichstes Szenario zeichnet sich ab, dass je nach Beschaffenheit der Flächen große, automatisierte Landmaschinen gemeinsam mit ganzen Schwärmen kleinerer, hochgradig innovativer und autonom arbeitender Roboter arbeiten werden. Gerne informieren unsere Experten für das Thema Robotics in der Landwirtschaft Sie darüber, welche Lösungsansätze bereits heute erfolgversprechend sind und wie automatisierte Lösungen in der Flächenbewirtschaftung in der Verbindungen mit den passenden Steuerungs- und IT-Systemen zielführend eingesetzt werden können.


Peter Quitta (Head of Robotics)